Dorfchronik 2024
erstellt von Alois Kleff
Januar
Einen Schrecken bekam die Gesellschaft während der Silvesterfeier in der Schützenhalle. Bei unseren anwesenden Feuerwehrleuten war Hektik angesagt. Die Sirene schlug an und es wurde Feueralarm gemeldet. Ein Brand in der Laurentiusstraße; ein Unterstand stand in Flammen. Und das am Neujahrsmorgen um 1:40 Uhr bei prächtiger Stimmung in der Schützenhalle. Unsere Feuerwehr war jedoch hellwach und auch teilweise noch nüchtern. Schnell war der Brand gelöscht, es blieb bei geringem Sachschaden.
Wegen der widrigen wirtschaftlichen Situation teilte die Westheimer Brauerei mit, dass sie mit der Holzmindener Allersheimer Brauerei fusioniert, um so neue wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Beide Brauereien wollten sich neu aufstellen, um am Markt besser positioniert zu sein. Als Haus- und Hoflieferant unserer Kneipe und Schützenhalle sollte sich hierdurch aber nichts ändern.
Februar
Ein toller Erfolg unserer Showtanz-Garde in Wennemen. Sie belegte in einem breiten Teilnehmerfeld den ersten Platz! Herzlichen Glückwunsch.
Ein neuer Verein wurde gegründet. Am 29. wurde der „Schiclub Rösenbeck 2024 e.V.“ getauft. Die Vorstandsmitglieder sind: 1. Vorsitzender: Jan Piepenbrink, Schriftführer: Ralf Bohle, Kassierer: Oliver Herlitzius. Euch allen frohes Schaffen und eine tolle Arbeit.
Die „Route der Nachhaltigkeit“ von Brilon-Wald bis Bredelar führt auch durch Rösenbeck. Der Radweg führt von Messinghausen herauf zur Hütte des HuV, dann den Hohlweg herunter zur Dorfkneipe „Alte Schule“ und von dort über den Hamm an den Windrädern vorbei Richtung Madfeld. 17 Ziele der Nachhaltigkeit definiert von den Vereinten Nationen gibt es - und in Rösenbeck gibt es drei von ihnen. Die Hinweisschilder Nr. 15 „Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen“ an der Hütte des Heimat- und Verkehrsvereins, Nr. 8 „Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern“ an der Alten Schule und die Nr. 7 „Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern“ auf dem Hamm. Die Beschilderung erklärt auch die Hintergründe dieser Nachhaltigkeitsziele.
März
Nach der Karnevalssession am 02. März wurden in Bruchhausen noch einmal die Tanzbeine geschwungen und zwei Mädels (junge Damen), an denen wir uns schon beim Rösenbecker Büttenabend erfreuen konnten, belegte bei den Seniorinnen an diesem Abend den ersten Platz. Carla Brechtken und Ilka Moller haben die Jury mit ihrer Darbietung so beeindruckt, dass sie Höchstwertungen erzielten. Einfach klasse, hoffentlich tanzen sie noch ein paar Jahre weiter für uns.
Eigentlich dachten alle, sie stehe sattelfest, aber welch ein Irrtum. Die Lambachpumpe auf dem Kirchparkplatz wurde von einem Auto beim Rangieren angefahren und verschoben. Die Pumpe hat nur gehustet und der PKW hatte an seiner Karosserie einen mittleren Sachschaden.
Sollte es ein Biodach mit Begrünung werden? Das Dach der Friedhofskapelle war vom Moos überwuchert und so wurde eine Sanierung durch die Stadt ausgeschrieben. Dach und Turm der Friedhofskapelle sollten neu eingedeckt werden. Zunächst spielte man mit dem Gedanken, den Kapellenturm abzureißen, er blieb jedoch erhalten und wurde mit Metall eingedeckt. Sieht wieder super aus.
Normalerweise berichte ich ja nicht von den Haupt- und Generalversammlungen der Rösenbecker Vereine, es sei denn es sind Neugründungen, aber hier mache ich eine Ausnahme. Der Musikverein Rösenbeck lud am 09. zu seiner Jahreshauptversammlung ein. Einer der Tagesordnungspunkte war die Neuwahl des Geschäftsführers. Nach sage und schreibe 29 Jahren legte Norbert Kersting dieses Amt nieder. Welch ein Zeitraum, in dem er die Geschicke des MV mitbestimmte. Er hatte immer ein offenes Ohr für die Belange aller Rösenbecker*innen und Vereine und machte hier vieles möglich. Norbert, wir danken dir! Nachfolger wurde „Socke“ aber nicht der Rabe, sondern Sebastian Hoppe. Ihm viel Glück und Geschick bei der neuen Aufgabe.
Auch ein Dino beim Heimat- und Verkehrsverein verlies die Kommandobrücke. Helmut Silbausch gab am 16. den Vorsitz nach über 25 Jahre an Kay Piepenbrink ab. Helmut auch dir ein großes Dankeschön für die vielen tollen Stunden!
Trotz der aktuell hohen gesetzlichen Auflagen hatte die Jugend es geschafft, Brennmaterial für das Osterfeuer zu sammeln. Bei tollem Wetter und sehr gutem Besuch brannten die Jugendlichen am Ostersonntag das Osterfeuer ab. Die Stimmung unter den anwesenden Besuchern war wunderbar.
April
Ostermontag: Eine Osterwanderung mit über 40 Teilnehmern. Kinder und Erwachsene kamen der Einladung des Heimat- und Verkehrsvereins gerne nach. Es ging ostwärts zum Grundriss der ersten Kirche auf Rösenbecker Grund, zum Querinuskapellengrundstein, danach weiter zur Burgruine. Alle sind an diesem Tag mächtig nass geworden. Dies tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch und nach dem Rückweg zur geheizten Hütte des HuV konnte der Tag bei Kaffee, Kuchen und vielen Getränken mit gemütlichen Gesprächen ausklingen.
Eine Woche später wurde der Weiße Sonntag gefeiert. Herrlichstes Wetter begrüßte die acht Kinder, die das Sakrament der Kommunion in der Laurentius-Kirche empfangen durften.
Eine Informationsveranstaltung von Straßen NRW fand am 18. im KKH statt. Die B7 soll zwischen dem Thülener Kreuz und Rösenbeck Einfahrt Hamm erneuert werden, und Straßen NRW stellte den ersten Entwurf der Straßenführung vor. Ebenso wollte Straßen NRW die Bereitschaft der angrenzenden Grundstückeigentümer sondieren, ob sie Flächen für eine Verbreiterung der Bundesstraße abgeben würden.
An zwei Tagen hintereinander (25. + 26.) gab es einen Mülltonnenbrand im Steinborn. Die Feuerwehr war schnell Vorort und konnte löschen. Beim zweiten Einsatz hat die Feuerwehr sicherheitshalber ein paar Liter Wasser mehr benutzt. Wenig passiert - nur die Mülltonne gab es nicht mehr.
Am 27. Das Oldtimertreffen der Trecker an der HuV-Hütte begann mit einem Traktorumzug in Rösenbeck und der näheren Umgebung. Anschließend konnten an der Hütte die Traktoren ihre PS messen, um die unterschiedlichsten Aufgaben zu erfüllen. Verschiedene Eisen- und Stahlschleppen wurden gezogen. Ein Riesenspaß für Jung und Alt.
Mai
10. Mai, Rösenbecker Kinder waren beim Zweitligaspiel in Paderborn. SC Paderborn gegen den Hamburger SV hieß die Zweitligapaarung und die Jugendspieler der F-Jugend durften mit den Paderborner Fußballprofis in die mit 15.000 Zuschauern vollbesetzte Arena mit einlaufen. Die Kinder wurden vor dem Einlaufen mit Trikot, Hose und Stutzen neu ausgestattet. Ein echtes Highlight in dem jungen Leben der kleinen Kicker. Vielleicht wird es eine/r von ihnen schaffen als Seniorenspieler/in in solch einem Stadion mal zu spielen – ich drücke dafür allen die Daumen.
Die Feuerwehr Rösenbeck blickte auf ihr 100-jähriges Bestehen zurück. Sie ist immer da, wenn sie gebraucht wird; unsere freiwillige Feuerwehr! Gleichzeitig wurde an diesem Tag auch der Stadtfeuerwehrtag gefeiert. Nach einer Messe gab es einen Umzug und zum Festakt ging es in die Schützenhalle. Gern hätten die Organisatoren mehr Besucher und Rösenbecker an der Straße und in der Halle begrüßt, aber nichtsdestotrotz wurden von den Offiziellen der Stadt Feuerwehrmänner von ihnen für ihre langjährige Arbeit geehrt, befördert und belobigt. „Sie sind die zuverlässigsten und vertrauensvollsten Diener des Staates“, so zitierte Bürgermeister Dr. Christof Bartsch in seiner Rede unseren Altkanzler Helmut Schmidt. Bis in die Nacht hinein gab es in der Halle ein kollegiales Miteinander der Wehren und es wurde viel Erlebtes ausgetauscht.
Die Wetterschutzhütte an der Weißen Frau wurde demontiert. Der Naturpark Diemelsee wird mit Unterstützung der Stadt Brilon eine neue Schutzhütte aufbauen, da es vom Umweltministerium einen Fördertopf zu dieser Maßnahme gibt. In der ersten Jahreshälfte ´25 sollen wir uns daran erfreuen.
Juni
Am 09. war Europawahl und die CDU konnte über die Hälfte der Rösenbecker Wählerstimmen auf sich vereinen. Zweitstärkste Kraft war diesmal die AfD, die vom Verfassungsschutz beobachtet und als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft wird. Knapp darauf folgte die SPD. CDU 167 Stimmen, AfD 43 Stimmen, SPD 42 Stimmen, FDP und Grüne je 11 Stimmen.
Vom 29. auf den 30. kam das große Unwetter mit extremen lokalen Regenmengen und einer Blitzbatterie, die die Nacht manchmal zum Tag machte. Der Schützenhallenkeller lief voll Wasser; es stand 80cm hoch. Das war ein Juni, der nasseste Jahr seit 140 Jahren. Biologen hatten in letzten schon im letzten Jahr Angst, dass die Microorganismen im Boden abstarben, weil dieser so durchnässt war und kein Sauerstoff zu den Kleinstlebewesen gelangen konnte. Tja, nach den letzten Jahren der Trockenheit hatten wir im letzten Jahr das andere Extrem.
Die Kreisstraße K62 am Enkenberg zwischen der B7 und der L870, über die im letzten Jahr noch die Radfahrer der Deutschlandtour fuhren, wurde gesperrt und komplett erneuert. Auf der gesamten Länge von fast 1.200 Metern sollte die Straße auf 6,5 Meter verbreitert werden. Ebenso erhielt sie beidseitig eine ein Meter breite Bankette. Zusätzlich wurden die Kurvenradien optimiert und die Entwässerungsanlagen erneuert. Die Baumaßnahme kostete rund 1,8 Millionen Euro und wurde vom Land NRW gefördert.
Wer macht so etwas? Ein Schaf wurde vorsätzlich mit dem Messer am Hals verletzt. Auf der Weide zwischen der B7 und Messinghausen standen 30 Tiere und hiervon hat der Täter eines schwer verletzt. Tief bis zur Luftröhre war der Schnitt, sodass das Tier vom Metzger erlöst werden musste.
Juli
Am 5. Public Viewing in der Schützenhalle mit dem EM-Viertelfinalspiel Deutschland-Spanien. Ein mitreißendes Spiel auf hohem Niveau mit einem glücklichen Sieg der Spanier. Aber die deutsche Mannschaft konnte seit langem die Massen wieder begeistern. Auch ein Tippspiel zur EM wurde im Vorfeld eingerichtet, und der Meistertipper, wie könnte es anders sein, ein Fußballfachmann. Thomas Schneider, langjähriger Fußballspieler und Trainer, tippte besser als alle anderen und konnte den ersten Platz belegen.
Am 06. fand das diesjährige Kinderschützenfest statt. Michel und Franzi von der Hofen sind das neue Kinderkönigspaar. Mit vielen Mitbewerberinnen und -bewerbern wurde durchs Dorf gezogen und anschließend in der Schützenhalle lustig gefeiert.
Am 08. drehte ein EB-Team des WDR-Siegen am Kilian-Kirchhoff-Haus und berichtete über die Teilnehmer des Zeltlagers der katholischen Kirchengemeinde Warburg-Scherfede. Die bunten Beiträge konnten in der WDR-Lokalzeit gesehen werden.
August
Eine Erweiterung der Bushaltestelle im Steinborn stand an. Behindertengerecht soll sie ausgebaut werden.
Ein neuer Prozessionsweg wurde am Schützenfestsonntag gegangen. Petra und Hans Josef Kersting haben seit 1993 ihr Heiligenhäuschen geschmückt und gaben es nun auf. Petra und Hans Josef herzlichen Dank für all die Arbeit in den vorangegangenen Jahren.
Diese Station fiel nun weg und als Ersatz gab es diesmal die vierte Prozessionsstation vor der Kirche. Das war auch schön, da die Teilnehmer*innen sich am Ende vor der Kirche versammelten und hier die Prozessionsmesse ausklang. Es waren fast alle Prozessionsteilnehmer mit dabei, denn sonst gingen nur wenige zum Abschluss der Prozession mit in die Kirche.
Dann kam das Schützenfest, mit all seinen tollen Geschichten, die nur hier in Rösenbeck passieren. Ein wunderbarer Samstag mit Ehrungen, Jubiläen und toller Stimmung. Der Sonntag mit einem strahlenden jungen Königspaar, Yannik und Elisa, die die Halle zum Beben brachten. Und wieder eine Story, die es nur hier gibt. Seit 2010 immer wieder im engsten Kreis der Schützenkönigsanwärter, voll draufgehalten, aber doch ist der Vogel bei ihm nie runtergekommen. Dann 2024 hat es Socke doch geschafft. Neben seinen Kontrahenten, Nico Schlüter und Rico Becker, hatte Socke diesmal den goldenen Schuss. Nun endlich konnte er das vollenden, was er 2010 mit seinem Nachbarn Jan, der in dem Jahr dann auch Schützenkönig wurde, angefangen hatte. Ein Rumpeln war unter der Vogelstange zu hören. So viele Steine fielen den Feiernden vom Herzen. Socke, Sebastian Hoppe hatte es endlich geschafft. Mit seiner Frau Lea Theresa feierten sie mit der Schützenfestgesellschaft bis tief in die Nacht. Socken wurden in der Nachbarschaft gesammelt und schmückten an diesem Tag die Fahnenstangen entlang der Straße.
Wo hat Theo Mühlenbein nur die ganzen Oldies stehen? Seinen Krupp-Lkw und seine anderen Schwergewichte? Mit seinem Team restauriert Theo die historischen acht Lkw und einen Bus aus dem Hause Krupp. Sein Sahnestück aber ist ein Krupp-Lkw aus den 60-er Jahren. Hierauf wurde auch die Nichte des Großindustriellen Alfried Krupp aufmerksam und sagte kurzerhand ihren Besuch an. Begeistert war sie auch vom einzig noch vorhandenen Krupp-Bus.
Eine Erneuerung der landwirtschaftlichen Straße, die durch den Bau der Windräder arg gelitten hatte, stand an. Auf dem Hamm, von der Kreuzung an der Scheune von Schafmeisters in Richtung Madfeld bis zu den Windrädern, wurde sie erneuert.
September
Am 1.: Eine Powerbank schmurgelte in einem Haus in der Ortsmitte, und die Feuerwehr wurde alarmiert. Es ging glimpflich ab, ein sogenannter Entstehungsbrand nur Qualm und kein offenes Feuer. Glück gehabt!
07. Der Sportverein TuS Alemannia und die Dorfjugend Rösenbeck luden zu einem Familientag am Kilian-Kirchhoff-Haus ein. Neben den gewohnten kulinarischen Angeboten war für die Kinder ein buntes Programm ausgearbeitet worden. Grade die Jüngeren hatten Gelegenheit, an einer Vielzahl der aufgebauten Stände ihr Können unter Beweis zu stellen. Nachdem die Kinder ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt hatten, winkte ihnen eine Medaille, die sie mit stolz geschwellter Brust auf dem ehemaligen Schulhof herumtrugen und selbstbewusst in ihren Familienkreisen vorzeigten.
13. Beim diesjährigen Stadtschützenfest wurde Maurice Schmücker Stadtjungschützenkönig. Mit 33 Mitbewerbern aus 19 Bruderschaften wurde auf den Vogel geschossen. Nach dem 108 Schuss hielt dieser nicht mehr stand und fiel. Mit seiner Jungschützenkönigin Kim Vonnahme feierten er und das begleitende Rösenbecker Schützenvolk in der Wülfter Schützenhalle bis tief in die Nacht.
Am 28. September veranstaltete der Heimat- und Verkehrsverein Rösenbeck mal wieder ein außergewöhnliches Erlebnis für seine Besucher. Unter der kompetenten Leitung von Andreas Schudelski erhielten sowohl Erwachsene als auch Kinder einen faszinierenden Einblick in das legendäre Hollenloch. Neben den bereits entdeckten Exponaten, darunter der Unterkiefer eines Höhlenbären, wurde die Entstehung der Topfsteinhöhle sowie ihr vielfältiger Lebensraum auf eindrucksvolle Weise erläutert. Über 50 Besucher hatten an diesem Tag die Möglichkeit, wertvolles Wissen zu erlangen und sich an der Rösenbecker Höhle zu erfreuen. Auch der kulinarische Aspekt kam nicht zu kurz. Trotz durchwachsenem Wetter konnten die Besucher unter einem Zelt vor der Höhle Essen und Getränke verzehren.
Oktober
Seit dem 1.10. ist der Rösenbecker Dirk Schlüter als Erster Hauptkommissar, Leiter der Polizeiwache Meschede. In der zweitgrößten Wache im HSK ist er für ca. 50.000 Bürger zuständig. Ernannt wurde er von Landrat Dr. Schneider.
Eggeabtriebzeit war am 5. Ein mit über 44 Positionen bestückter bunter Zug zog wieder von der Egge durch das Dorf zur Schützenhalle. Toll geschmückte Teilnehmer, zwei- und vierbeinig mit Blumen und Feldfrüchten aufgehübscht, zogen unter Applaus an den vielen Besuchern aus der näheren und auch weiteren Umgebung durch das Dorf. Alte Trecker und andere landwirtschaftliche Fahrzeuge sorgten mit Dieselgeruch und großen Qualmwolken für Nostalgie und erinnerten die Besucher an vergangene arbeitsreiche Zeiten. Nach dem großen Umzug ging es zur Halle, wo bei sonnigem Wetter bis spät in die Nacht drinnen und draußen einträchtig gefeiert wurde. Natürlich war der Hörfunk vom WDR auch wieder mit dabei und tolle PostCasts von und mit Daniel Danger (1-live) stehen online zum reinhören – auch auf diesem Portal - bereit.
50 Jahre Kindergarten Rösenbeck: Auf ein halbes Jahrhundert Bestehen schaute der Kindergarten „Wirbelwind“ zurück. Aufgebaut auf dem ehemaligen Standort der Vikarie von Rösenbeck entwickelte sich der Kindergarten in den letzten Jahrzehnten immer weiter. Umbauten und Anbauten standen an und so wurde das Angebot der Betreuung stetig erweitert. So schaut Rösenbeck in eine hoffentlich gute Zukunft in diesem Bereich. Am 12. wurde dies mit einem großen Fest für alle Einwohnern gefeiert. Wer wollte, konnte gegen eine Spende einen Baum pflanzen lassen. Sage und schreibe kamen fast 1500 Pflanzlinge zusammen, die auf den Arealen an der Egge (180 Stck.) und im Steinborn mit fantastischen 1295 Stck., auch durch und mit den Kindergartenkindern, gepflanzt wurden. Einfach toll für unsere Zukunft und auch für das Klima.
26. Eine schöne Idee von „Wir Rösenbeckerinnen“. Die Einladung galt allen Jubiläumsmitgliedern, die zu einem runden Geburtstagskaffee eingeladen wurden. In einer munteren Runde der Dekadenkinder und mit den über 90-jährigen wurde ein schöner geselliger Nachmittag verbracht.
November
Und wieder macht die Showtanz-Garde von sich reden. Anfangs der neuen Karnevalssession belegte sie Platz 2 in Silbach und Platz 3 in Fürstenberg. Nun sind wir gespannt mit welchem neuen Tanz sie uns zu Karneval erfreuen wird.
Die erste behindertengerechte Bushaltestelle im Steinborn wurde fertiggestellt und der Unterstand montiert.
Das letzte Stück Wasserleitung, von Brilon bis Rösenbeck, vom Stall Pickardt bis zum Stall Schmidt wurde verlegt. So ist Rösenbeck bei der Wasserversorgung zukunftsträchtig aufgestellt und das Konzept der Wasserversorgung wurde gestärkt.
Der Hof Sauerlandmilch GbR, Fredebeul-Krein und Schütte, setzt auf KI Künstliche Intelligenz. Diese steuert fast alle Bereiche des Hofes und nimmt den Betreibern viel Arbeit ab, auch die Bürokratie wird hierdurch weniger. Den Tieren des Hofes scheint es ebenso zu bekommen. Mit sage und schreibe 3,3 Mio. Liter Milch im Jahr und einer individuellen Versorgung der Kühe ist dieser Hof eines der Vorzeigeobjekte in Deutschland. Auch die Arbeitsbelastung der Landwirte sinkt durch KI und sorgt in einem sonstigen Fulltimejob für eine Balance mit der Familie.
Dezember
Zur Adventszeit leuchteten wieder festlich gestaltete und geschmückte Fenster und luden zum Spazierengehen ein. Es war wieder mal toll.
WDR 2 initiierte eine Sammelaktion unter dem Motto „Gegen den Hunger in der Welt“. Über einen Zeitraum von fünf Tagen wurden Spenden gesammelt, an denen auch unsere E-Jugend aktiv beteiligt war. Insgesamt konnten sie 1.537 € einbringen, die feierlich am Domplatz in Paderborn überreicht wurden. Darüber hinaus engagierten sich unsere Kommunionkinder, die selbstgestaltete Karten und Glückskerzen verkauften und somit eine Spende von 419,40 € generierten. Auch die „Aktion Adventsbrötchen“ der Dorfjugend trug mit einer Summe von 300 € zur Gesamtspende bei. Für dieses bemerkenswerte „Weihnachtswunder“ gilt unser besonderer Dank der großzügigen Unterstützung unseres „Rösenbäcker“ sowie aller anderen Spender.
Der Weg zur Heimat- und Verkehrsvereinshütte wurde asphaltiert und wertet hierdurch auch den Aussichtspunkt an der Egge auf.
In diesem Jahr ein großes Dankeschön an die Ehrenamtlichen, die für die Heiligenhäuschens in Rösenbeck zuständig sind.
Heiligenhäuser zu den Prozessionen:
Familie Fredebeul-Krein
Familie Knecht - Mariengrotte
Mathias Drilling
Familie Hoppe
Familie Jansen
Familie Pickardt
Familie Schmidt
Danke auch an Christa Mühlenbein für die Pflege und Instandhaltung des Heiligenhäuschen zum Friedhof.
Die Rösenbecker Ortseingangssteine werden von Vroni und Helmut Silbausch im Westen und von Volker Fuchs in Osten gepflegt. Den Schnitt der Grünfläche vom Stein im Steinborn übernimmt Franz-Josef Becker.
Und unseren Bänkern gilt ebenso ein großes Dankeschön. Nach Aktenlage haben wir Wigbert Knecht und Detlef Becker (Deete) zweimal zu danken und zwar für eine Bank auf dem Hamm und eine am Schwarzen Haupt. Den Deimels, Franz-Josef und Gerd Becker, verdanken wir ebenfalls eine zusätzliche Bank unterhalb der Weißen Frau.
Statistik
Sterbefälle: 10 (Katholiken: 6)
Beisetzung (Friedhof): 07
Geburten: 04
Taufen: 04
Trauungen: 02
Erstkommunion: 08
Firmung (in Brilon): 04
Kirchenaustritte: 08
Kircheneintritte: 00
Rösenbecker Wetterdaten
Das Wetter 2024 war ein dauerndes Auf und Ab. Kontinuität über einen längeren Zeitraum gab es nicht. Stellte man sich auf Regen ein war kurze Zeit später wieder die Sonne da und umgekehrt. Gutes Wetter, Sommerwetter fehl am Platz. Die Temperaturen lagen im Mittel oberhalb der Durchschnittstemperatur und ausgedehnte Hochdruckgebiete waren in den Sommermonaten nicht zu sehen. Das Pariser Klimaabkommen sollte die Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5° begrenzen, wurde aber in `24 gebrochen. Deutschland als mitteleuropäisches Land in der gemäßigten Wetterzone hatte sogar eine um 3,2° höhere Durchschnittstemperatur als im langjährigen Mittel. Dies bedeutet, dass sich Extremwetterzonen bei uns immer öfter ausbilden.
Wir sind 2024 verhältnismäßig glimpflich dabei weggekommen. Andere Gebiete in Deutschland und Europa leider nicht.
Der Start ins neue Jahr ging für uns mit milden Temperaturen einher, aber eine Woche später kamen die Minusgrade, nachts lagen sie sogar im zweistelligen Bereich. Leider fehlte bei diesem sonnigen Winterwetter der Schnee. Dann ab dem 15. Januar leichter Schneefall und am 17. Schneechaos pur. Keiner war darauf richtig eingestellt. Es folgte ein extrem warmer und regenreicher Februar. Erst Ende des Monats gab es niederschlagsfreie Tage. Auch im März setzte sich das warme Wetter mit seiner Südwestströmung durch und nur ein paar Tage Mitte des Monats ließen an Winter denken. Anfang April purzelten die Temperaturrekorde, so warm war es. Aber dann am 21. April, es ist weiß, Schnee beim Aufwachen. Der Grund; Kältere Luft zog von Norden nach Deutschland und machte dies für ein paar Tage möglich. Auch der Mai hielt Einzug mit Nässe, aber nach einer Woche machte er als Wonnemonat seinem Namen trotzdem Ehre. Der Juni begann kühl und um den 20. herum kam die Hoffnung auf einen guten Sommer auf. Diese hielt aber nicht lange an und mit dem folgenden Juli war es bei durchwachsenem Wetter aber etwas zu kühl. Der Sommer war 2024 wie ein Ping-Pong-Spiel. Also sonnige Tage und Regentage, nur nichts Dauerhaftes. Der Wasserhaushalt der Natur war über Bedarf schon gedeckt. Im August, wie konnte es anders sein, hatten wir über Schützenfest tolles Wetter mit angenehmen Temperaturen.
Das Auf und Ab des Wetters hielt weiter so an und es ging in den September mit wechselnden Temperaturen. Den Oktober konnten wir wettertechnisch auch als September sehen. Nichts Neues. Der November jedoch glänzte in seiner ersten Hälfte mit einem ausgedehnten Hochdruckgebiet, das uns morgens herrliche Nebelbilder lieferte aber anschließend im Tagesverlauf sehr oft trist wurde, da der Nebel nicht abziehen konnte. Am 18. kam es zum ersten Stelldichein mit dem Schnee und wie immer mussten sich die Verkehrsteilnehmer an diesen Umstand gewöhnen. Tja, es kamen bis zu 20 cm zusammen und ein paar Tage später war alles wieder weg. Temperaturen von bis zu 15 ° sorgten anschließend für Frühlingsgefühle. Aber passend zur Adventszeit war das altbekannte Schlackerwetter wieder da.
Der Dezemberanfang brachte, so wie wir es gewohnt waren, viel Regen mit sich. Sonnenschein musste gesucht werden. Schneefall mit Verkehrsbehinderungen war auch manchmal dabei. Kurz vor Weihnachten jedoch kam die Hoffnung auf Schnee auf. Aber es war nur ein kurzes Stelldichein und an Heilig Abend war er zum größten Teil wieder verschwunden. Zu Weihnachten sorgte das Wetter für beeindruckende Nebelbilder vom Feinsten. Rösenbeck lag ganz im Sonnenschein, die Nachbarortschaften im Nebel. Man konnte meinen, die Täler seien mit Wasser gefüllt. Gigantische Bilder! Nachts waren Minusgrade im mittleren einstelligen Bereich angesagt.
(Daten weathercloud, Station Ralf Schäfer)
(Daten: Wetterkontor.de)
Interessantes aus Rösenbeck und Umgebung könnt ihr mir gerne per E-Mail mitteilen unter:
Bleibt gesund und zuversichtlich in 2025
Es erwartet uns:
• 50 Jahre Kommunale Neugliederung
• 1250 Jahre Westfalen
• 80 Jahre Kriegsende des 2. Weltkrieges
• 775Jahre und älter die erste Urkundliche Erwähnung von Rösenbeck.
Euer Ortsheimatpfleger
Alois